Mütter im Schulstress – Tipps für einen entspannten Alltag

Mütter im Schulstress – Tipps für einen entspannten Alltag

Nun sind wir Schulmütter schon wieder mittendrin – im Schulstress. Kaum ist das besinnliche Weihnachten zu Ende und sind die Vorsätze für das neue Jahr (weniger Stress, mehr Geduld!) gerade formuliert, spielen Hausaufgaben, Elternabende, frühes Aufstehen, Vesperboxen & Co. wieder die Hauptrolle im Hamsterrad des Alltags. Aber wie können wie Mütter uns davor schützen, nicht in diese Mühle zu geraten, geduldig zu bleiben und die Schule manchmal einfach nur Schule sein zu lassen. Wir haben ein paar alltagstaugliche Tipps für Euch:

1. Früher aufstehen. Einfach 20 Minuten vor den Kindern aufstehen, in Ruhe einen Tee trinken, ein Bad nehmen oder ein paar Yoga-Übungen machen, bevor der Familienbetrieb auf Hochtouren läuft. So startest Du mit einem ganz anderen Gefühl in den Tag.

2. Vesper & Kleidung abends vorbereiten. Wer morgens gerne ein bisschen länger schläft oder schwerer in die Gänge kommt, kann das Vesper für die Kids auch schon am Abend vorbereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Das hält nicht nur den Pausensnack frisch. Auch die Kleider für die Kleinen sollten schon am Abend für den nächsten Tag von den Kindern bereit gelegt werden – das verhindert morgendliche Klammottenkrisen und spart einfach Zeit.

3. Hausaufgaben zeitlich begrenzen! Wer täglich Hausaufgaben begleitet, weiß wie ausufernd das sein kann. Hausaufgaben sollten unbedingt zeitlich begrenzt werden! Den zeitlichen Umfang der Hausaufgaben entscheiden in Baden-Württemberg die jeweiligen Schulen. Erkundige Dich bei Deiner Schule, wie viel Zeit für die Hausaufgaben für die Klassenstufe vorgesehen ist. Halte Dich konsequent an die Vorgaben. Werden die Hausaufgaben in diesem Zeitrahmen nicht geschafft, gibt es eine Notiz für den Lehrer im Hausaufgabenheft oder einen kleinen Brief. Somit kann der Lehrer auch besser einschätzen, welcher Umfang angemessen ist. Das klappt aber nur, wenn alle mitziehen und ehrlich sind. Ständiges Herausschauen aus dem Fenster zwischen jeder Rechenaufgabe zählt natürlich nicht. Treffe mit Deinem Kind eine Verabredung und erkläre ihm, dass es viel mehr Zeit zum Spielen und für seine Freunde hat, wenn es die Hausaufgaben zügig durchzieht.

4. Männer zum Elternabend schicken. Ein paar mehr Männer bei den Elternabenden ist gut für die Kommunikation und für die Nerven der Mütter. Männer haben häufig eine größere Distanz und sehen die Dinge etwas entspannter. Mit ihrer pragmatischen Sichtweise können sie endlose Diskussionen bis in die späten Abendstunden bei Elternabenden verhindern. Somit haben auch die anderen Mütter früher Feierabend.

5. Kleine Alltagsfluchten planen. Ganz wichtig: zwischendurch mal raus aus der Mühle! Distanz ist das Zauberwort. Nur wenn wir zwischendurch mal rauskommen aus dem Kinderkarussell sind wir wieder motiviert, geduldig und können eine neue Perspektive annehmen. Also, einfach mal abhauen, ins Kino gehen, abends einen langen Spaziergang machen, ein Wochenende alleine eine Freundin besuchen, in die Kletterhalle gehen. Einfach mal das machen, was uns immer so viel Spaß gemacht hat. Und das Ganze ohne schlechtes Gewissen – denn am Ende profitieren alle davon.

6. Fünfe gerade sein lassen. Mal ehrlich? Warst Du immer eine vorbildliche Schülerin, immer motiviert, tolle Noten nach Hause gebracht, nie Quatsch gemacht? Erinnere Dich an Deine eigene Schulzeit und das Verhalten Deiner Eltern. Lass Deinem Kind seinen eigenen Weg finden, motiviere es und unterstütze es, aber fordere nicht zu viel von ihm. Übertriebener Ehrgeiz überfordert die Kinder und demotiviert sie. Habe Vertrauen zu Deinem Kind, auch wenn es mal nicht so läuft, wie Du es Dir wünscht.

 

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