Streetstyle Laura: „Die Kleidung muss sich gut anfühlen“

Streetstyle Laura: „Die Kleidung muss sich gut anfühlen“

Diese Woche waren wir am Hölderlinplatz im Stuttgarter Westen unterwegs und trafen Laura. Die dreifache Mama (zwei Söhne, sieben und zwei Jahre und eine Tochter, vier Jahre) hat uns mit ihrer grazilen Ausstrahlung, natürlichen Schönheit und ihrem tollen Style einfach bezaubert. Wir fragten uns: Wie schafft man es, mit 44 und drei Kindern so auszusehen?

Die promovierte Historikerin hat ein Faible für Mode – und an ihr sieht einfach alles toll aus. Auch ihre übergroße Jogginghose, die sie gerade besonders gerne trägt: „Diese Hose ziehe ich gerne an, wenn ich die Kinder morgens in den Kindergarten bringe. Sie ist bequem, lässig und sie gibt einem einen selbstbewussten Look“, erzählt uns Laura.

Ihr Streetstyle ist auch sehr lässig: Sie trägt eine graue Jeans von „Please“, eine große Handtasche von „Liebeskind“, in der auch das kleine Schaf ihres zweijährigen Sohnes noch Platz findet, einen wunderschönen Wollpulli von „Witty Knitters“ und einen Wollponcho. Die bunt gestreiften Stulpen am Handgelenk hat sie selber gehäkelt und gehören eigentlich ihrer vierjährigen Tochter. Ihr Accessoire: eine Apple Watch.

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Ihre Shoppingtipps in Stuttgart: Die kleine Boutique „fürdich“ am Hölderlinplatz, der Laden „twentytwo“ in der Rotebühlstraße, „Schierholt Sensewear“ im Heusteigviertel und das TK Maxx in der City. „Wenn ich shoppen gehe, streiche ich zuerst mit den Fingern über die Kleider, um zu wissen, wie sie sich anfühlen. Ob die Qualität gut ist. Danach entscheide ich, was in Frage kommt.“

Spontan lädt uns Laura in ihre Altbauwohnung im Stuttgarter Westen auf einen koffeinfreien Espresso ein. Hier lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern. Sie liebt den Stuttgarter Westen. „Ich fühle mich hier sehr heimisch“, erzählt Laura. „Das ist mein Lieblingsviertel in Stuttgart. Diese kleinen Läden, die Restaurants, die Eisdiele um die Ecke und die vielen netten Menschen, die hier leben – das gefällt mir sehr. Das ist ein eigener Kiez hier“, schwärmt sie.

Und Laura weiß wovon sie spricht. Sie hat viel von der Welt gesehen: In Philadelphia ist sie geboren, in Kansas groß geworden. Sie hat in Berkeley, Hongkong, Tokio und Paris gelebt. In Cambridge hat sie an der Harvard University studiert. Wie schön, dass sie nach all den Stationen in Stuttgart geblieben ist. Als Historikerin leitet sie in Stuttgart eine Literaturgruppe des Deutsch-Amerikanischen Zentrums.

Und was tut sie für sich neben der Arbeit und drei kleinen Kindern? „Ich mache zweimal die Woche Krafttraining in einem Studio und ich meditiere jeden Tag zehn Minuten, bevor die Kinder aufstehen. Das tut mir sehr gut“, verrät sie uns. Das spürt man, sie wirkt entspannt und ausgeglichen. Das Frühstücksgeschirr der Kinder ist noch nicht abgeräumt – wie sympathisch.

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Wenn Zeit mit der Familie ist, geht sie mal liebsten einfach in den Wald. Und was ist das Schönste am Mamasein? „Der schönste Moment ist, wenn abends alle drei Kinder zusammen friedlich eingeschlafen sind, und ich im Dunklen sitze und noch einen Moment dort verharre. Das ist etwas ganz Besonderes“.