Gastkolume von Svenja: Winterferien – die schönste Zeit in der bequemsten Jogginghose der Welt

Gastkolume von Svenja: Winterferien – die schönste Zeit in der bequemsten Jogginghose der Welt

Heute schreibt die Stuttgarter Mama Svenja in ihrer Gastkolumne über den Zauber der freien Tage von Weihnachten bis in das neue Jahr. Vom Faulenzen und Nichtstun und von all den Erledigungen, die man sich vorgenommen hat, die eigentlich nur darauf warten, wieder aufgeschoben zu werden. Ein bisschen darf die zweifache Mutter das Lotterleben noch genießen, aber bald geht der Alltag auch bei ihr wieder los …

Wer kennt sie auch? Die zwischen-den-Jahren-Faulenzer-Ferientage? Liebe Mamas, es ist wahr – ich liebe Weihnachten und die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr – generell die Winterferien. Der ganze Vorweihnachtsstress liegt hinter einem, die To-Do-Listen (Mein Schreibtisch muss am letzten Arbeitstag vor dem Urlaub leer sein, ich muss noch Tüten für die Plätzchen besorgen, Geschenkpapier für das Präsent von Patenkind Nummer fünf kaufen) sind so gut wie abgearbeitet. Die Geschenke für die Großfamilie stapeln verlockend und verpackt im Abstellraum. Alles ist so voller festlicher Vorfreude.

Auch die Mission „keiner aus der Familie darf krank werden“ und „dieses Jahr feiern wir ohne Antibiotika und ärztlichen Notdienst “ wurde erfolgreich erfüllt. Was will man mehr? Für nichts in der Welt möchte ich die Weihnachtsferien eintauschen. Endlich kann ich mich mit Kindern und Mann so richtig Zuhause einigeln und (fast) keiner will was von uns. Die Tür wird einfach nicht geöffnet und ich verbringe quasi 24 Stunden im Schlafanzug oder – ich gebe es zu – in der besten und bequemsten Jogginghose der Welt. Gleich nach dem Frühstück wird überlegt, welche kulinarischen Ergüsse uns an diesem Tag noch erwarten (Currywurst, Lasagne oder Waffeln?) und der Nachtisch steht auch schon brav hintereinander aufgereiht im Kühlschrank (puuh, einen Schokonikolaus weniger).

Doch eigentlich hatten wir uns doch so einiges vorgenommen für diese freien Tage, an denen nichts zu tun ist. Dinge, die prädestiniert sind zum Aufschieben wie das Fotobuch mit den schönsten Familien-Momenten aus 2015, das Reinigen der Schulranzen und Mäppchen, das ausgiebige Putzen des Backofens und Reinigen des Filters der Dunstabzugshaube. Oder: Im Online-Sale noch mal so richtig zuschlagen, viel spazieren gehen und zwischendurch die Yogaübungen machen.

Und was haben wir tatsächlich gemacht? Unzählige gemütliche Brettspielrunden eingelegt, gekuschelt, viel gelesen (allein oder mit den Kids) , sich zusammen auf der Couch „5 Freunde“ angesehen, miteinander gelacht und sich zwischendurch angezickt, alle restlichen Plätzchen und Schokoweihnachtsmänner verputzt und bis in den frühen Morgen in den Federn gelegen. Ob das gut getan hat? Und wie!

Bald hat das schöne Lotterleben leider ein Ende. Papa muss wieder zur Arbeit, Mama ein bisschen später und die Kinder schon bald wieder in die Schule. Es war eine tolle Zeit. Eine, die die Familie wieder ganz eng zusammenbringt, auch wenn der Backofen noch genau so fettig ist wie in 2015 und die Schulranzen verkrümelt. So what!

Ein bisschen grault es mir schon wieder vor dem Alltag, dem Hamsterrad, dem frühen Aufstehen, den Hausaufgaben, dem striktem Terminplan und den Mamataxifahrten. Aber wenn all das nicht wäre, könnten wir dann diese zauberhafte Zeit eigentlich so genießen?

Möchtest Du auch aus Deinem Leben als Mutter berichten? Wir freuen uns auf Deine Gast-Kolumne! Schreibe uns einfach an mail@schwaben-mom.de.

Foto: © Andrey Kuzmin / fotolia.com