After-Baby-Body: Wie Promis mit ihrem perfekten Körper nach der Geburt posieren

After-Baby-Body: Wie Promis mit ihrem perfekten Körper nach der Geburt posieren

Während andere Mütter noch ihre Umstandsmode auftragen, posieren sie schon wieder unmittelbar nach dem Wochenbett mit ihren perfekten After-Baby-Bodies im Netz. Aktuell zeigt Anna Lewandowski – Frau von Star-Fußballer Robert Lewandowski – Fotos von ihrem super durchtrainierten Körper sechs Wochen nach der Geburt auf Instagram. Auch Ex„Spice Girl“ Geri Halliwell wurde mit 44 Jahren im vergangenen Januar zum zweiten Mal Mutter. Nur wenige Monate nach der Geburt zeigt sie sich fast mager in Size Zero und top-durchtrainiert in der Öffentlichkeit. Und jetzt: Alessandra Meyer-Wölden hat im vergangenen März Zwillinge auf die Welt gebracht – Kind Nummer vier und fünf. Auf Instagram präsentiert sie ein paar Wochen nach der Geburt ihren Superbody. Ihr Geheimrezept: Sport, Sport, Sport – direkt vor und direkt nach der Geburt. Wir erinnern uns an Prinzessin Kate, die am Tag der Geburt ihrer Tochter wie aus dem Ei gepellt vor den Kameras stand – in einem wunderschönen Kleid. Von den Strapazen der Geburt nicht annähernd etwas zu sehen.

Es ist die Verlängerung der absoluten Selbstoptimierung – sie ist nun längst auch bei den Müttern angekommen. Aber Mamasein ist kein Leistungssport – im Gegenteil. Wer ein Kind auf die Welt gebracht hat, weiß wie wichtig Fürsorge und Bindung für das Baby ist. Und das funktioniert nur mit einer entspannten Mutter, die da ist und Zeit hat. Und nicht einhundert Crunches oder Situps zwischen Stillen und Schlafen praktiziert. Und vor allem, die das Kind nicht wie ein Dekorationsstück (aus-)nutzt, um die eigene Perfektion nach außen zu präsentieren.

Viele Mamas kämpfen nach der Geburt auch noch Monate oder Jahre später mit ihrem Babyspeck, weil sie vielleicht nicht so diszipliniert sind, weil es ihnen vielleicht auch nicht so wichtig ist, weil sie vor allem keine Zeit haben, aber weil die meisten von uns einfach keinen Personal Trainer, keine Nanny und keinen Stylisten haben. Also: Ein Vergleich ist sinnlos und macht einfach nur schlechte Laune. Und: Er setzt viele Mütter enorm unter Druck.

Glücklicherweise gibt es auch Gegenbewegungen zum Mama-Körperkult. Die amerikanische Fotografin Ashlee Dean Wells und die Stylistin Laura Weetzie Wilson fotografierten für ihr Projekt „Die Körper im vierten Trimester“ Mütter mit ihren Kindern, die alles andere als perfekt sind. Aber die eine tiefe Zufriedenheit und das große Mama-Glück ausstrahlen. Und die beiden Künstlerinnen erzählen berührende und Mut machende Geschichten hinter den Bildern. Das lässt doch hoffen.

SCHWABEN-MOM-Bloggerin Annika schreibt unter Pseudonym über ihre Gedanken, Sorgen, Freuden und ihren Ärger im alltäglichen Mutter-Dasein in der SCHWABEN-MOM-Kolumne. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in Stuttgart.

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